Monatsarchiv: Oktober 2009

Zitty Kritik – Mein halbes Leben

ZZZ

In seinem ersten Werk in Spielfilmlänge macht sich Regisseur Marko Doringer selbst zu Thema. Mit Anfang 30 fragt er sich, was er bis jetzt erreicht hat in seinem Leben und wohin er noch möchte. Das klingt erstmal nach einem anstrengenden Selbsterfahrungstrip, wird aber durch die ironische Voice-over-Kommentare und die besondere Kameraführung zu einem humorvollen Filmerlebnis. Der Zuschauer erlebt jede Einstellung durch das Auge der Kamera direkt mit So sitzt man zum Beispiel den Eltern gegenüber und fühlt sich fast schon ein wenig selbst ertappt bei Fragen wie „Möchtest Du nicht auch einmal Kinder und eine Familie haben“ oder „Hast Du schon einmal an eine Lebensversicherung gedacht?“ Um sich den Fragen seines Lebens zu stellen, macht sich der Filmemacher mit seiner Kamera zu drei alten Bekannten im heimatlichen Österreich auf und schaut in die Lebenspläne des Journalisten Martin, des Managers Tom und der Modedesignerin Katha. Der Filmemacher ist zum größten Teil ein äußerst genauer und sarkastischer (Selbst-) Beobachter. In einzelnen Sequenzen stellt sich Marko vor, wie sein Leben anders verlaufen wäre, hätte er zum Beispiel Frau und Kind. Diese Traumsequenzen runden das ironische Selbstportrait mit sehr hohem Unterhaltungswert ab. Ein sympathisches Plädoyer für das Chaos im Leben.

 

Marie Gronwald

 

D/A 2008,93 min, R: Marko Doringer, Kinostart 8.10., www.meinhalbesleben.de

Zitty Okober 2009

 

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Filmkritik Zitty: High School Musical – Senior Years

ZZ

Musical-Sequel

 

High School Musical 3: Senior Year

Das Phänomen geht weiter. Auch im dritten und bestimmt noch nicht letzten Teil von „High School Musical“ dreht sich wieder alles um Freundschaft, Liebe und Musik. Troy Bolton und Gabriella Montez sind in ihrem letzten Jahr der High School. Sie müssen sich entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen soll. Und es gibt auch wieder ein Abschlussmusical, das vorbereitet werden muss.
Der Film wird seinem Titel und dem Genre vollkommen gerecht. Text und Rhythmus der Musik sind eingängig und auf die Handlung des Films abgestimmt. Leider leidet die differenzierte Entwicklung der Handlung und der Figuren unter dem Übergewicht der Musik. Die Merchandisingmaschine wird auch bei diesem Teil wieder heiß laufen. Denn „High School Musical“ ist inzwischen weit mehr als ein Film: Die Schauspieler sind auch jenseits der Leinwand zu Helden für ihre Zielgruppe geworden. Sie machen Werbung für Antipickelprodukte, nehmen CDs auf oder arbeiten als Fotomodell. Auch wenn man sich fragt, ob so viel Konsumkino gerade für junge Zuschauer nicht überzogen ist, ist dem dritten Teil der musikalischen Liebesgeschichte ein gewisser Unterhaltungsfaktor nicht abzusprechen. Marie Gronwald

 

USA 2008, 100 min, R: Kenny Ortega, D: Zac Efron, Vanessa Hudgens, Kinostart: 23.10

 

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